Der Weihnachtskonflikt!
Das Christkind flog von Haus zu Haus,
und traf den Weihnachtsmann oh Graus!
Wie er grade aus dem Rauchfang kam,
das Christkind denkt sich.“Heast ih dram!“
Wos mocht der do in mein Revier?
Den Dicken knöpf ich mir jetzt fia!
Es fliegt vor seinen Rentierschlitten,
und stellt sich vor eam hin ind Mittn!
In dem Erdteil do mein lieber roter,
do gibt’s nur mi, sonst frogst mein Vota!
Der Weihnachtsmann schaut gaunz verduzt
und sogt.“Entschuldigung wos nutzt!“
So viele von de klanen Gfraster,
die hom des Army-Weihnochts-Laster!
Do kaun ih leider nix dafia,
aun der Wirtschaft ligts, und net aun mia!
Ich kum halt waun de glaum mi gibt’s,
drum bin ih do heast Kruzifix!
Des Christkind schaut ganz traurig drei
Und denkt sich nur oh mei, oh mei!
Wos soll des Ganze dann nu bringa,
wenn de Leut ka „Stille Nacht“ meha singan!
Wenn’s vergessen auf die Nächstenliebe,
und der Kaufrausch steuert ihre Triebe!
Und so stengan jetztn do de zwa,
des Christkind und ah Waumpada.
De zwa de wean nu recht vü streiten,
wenn’s aufhörn können wir entscheidn.
Drum liebe Leute denkt daran,
in Amerika do gibt’s an Weihnachtsmann!
Den haum die Gschäftsleut dort erfunden,
den boadat, roten, kugelrunden!
Und merkts euch alle miteinand,
mir san ah christlichs Abendland,
Do gibt’s ah Christkind aus und basta,
uns kane roten Weihnachtsmasta!!
Andreas Hagenauer Dezember 2006
Weihnacht
(zur Verfügung gestellt von Martha Arnold, gedichtet von
ihrem verstorbenen Mann)
Dem Frieden,
der Zufriedenheit
sei dieses Fest geweiht!
Nicht lautes Tönen
nicht verwöhnen
nur mit Geschenken -
nein, vielmehr denken
sich beschränken
auf dieses Festes Zweck und Sinn!
An allen Ecken brennt die Welt,
es geht auch da ums liebe Geld
und um Gewinn!
Laßt doch für EINEN Tag das Streben,
laß dafür wahre Werte leben
und forschet nach - da drin!
Dann wird das Herz Euch weiter
und auch die Sinne heiter
weil sie bereit Euch sind
wie einst als Kind!
ar.
Weihnachtszeit
Abfent, Abfent a Keza brennt.
Dia leicht ganz hell, ja fuirat guat
Und gelb und weiß zwinkert dia Gluat.
I sitz am Ofa, do isch warm
Und eigrollt in mein rechta Arm,
do flackt mei Katz, a Katzabohla,
so ka i mi vom Stress erhola.
Dussa dämmrats, bald isch Nacht.
I siag scho wia dr Mond herlacht.
I druck mei Gsicht ganz näch ans Fenschtr
Und siag paar Tausend kloine Gschpenschtr.
Weil's Kerzalicht bis dussa reicht
Und alle Schneeflocka aleicht.
Es isch jetz Winter, kalt ischs duss,
dinn riachts nach Schpekulatius,
nach Holz und Tee und Schokolad,
des ischs was I so gera mag.
I streichla d'Katz, oh Gmiatlichkeit,
du wunderschöne Weihnachtszeit.
Max Kehrbaum 2007
Der Sinn der Rast
Die neue Zeit verlangt uns vieles ab.
Die Last des Alltags wächst.
Es zieht der Sog uns tief hinab,
was uns beinah verzweifeln lässt.
Wie leicht vergisst man
auf das beseelte Innehalten,
um neue Kraft zu schöpfen
und einfach einmal abzuschalten.
Damit gewinnt man frischen Mut
und neue Stärke.
Gemeinsam gehen wir es wieder an
und schaffen frohen Mutes neue Werke
Besinnlichen Advent!
Für Pro Christkind! Legniti Alexander, Innsbruck, 7. 10. 2009
Von der wahren Seeligkeit
Das Christkind ist nicht für jeden zu sehen,
das geht nur mit Kinderaugen.
Doch auch Erwachsene, die das verstehen
und deren Herzen für Weihnachten taugen,
vermögen das Christkind zu entdecken,
vermögen das tiefe Heilige zu spüren,
im Advent, in dem stille Wünsche stecken
und die Seelen der Menschen berühren.
Legniti Alexandrer, Innsbruck 6. 7. 2009
Weihnachtshauch
Weihnachten ist anders,
als jeder and're Tag.
Weil Weihnacht nur für kurze Zeit,
den Frieden zu bringen vermag.
Zwar nicht an jedem Orte
und auch nicht überall;
doch tief in unsrem Herzen
ertönt ein frommer Hall.
Und wir, wir staunen still
und fühlen diesen heil'gen Hauch,
den jeder spüren will.
Und wer es wirklich will,
der spürt ihn auch!
Legniti Alexander, Innsbruck 7. 12. 2008
Mein Kind
Das Christkind schreitet durch die Welt.
Es sucht ein Kind, das an es glaubt.
Es schreitet lange schon einher,
doch ein's zu finden ist heut schwer.
Die Zeit ist hektisch, die Zeit ist laut,
was unseren Kindern die Sicht verbaut
auf tiefen Sinn, Besinnlichkeit,
und deshalb geht das Christkind weit.
Doch hoffe ich, dass es zuletzt
dich finden wird,
mein Kind,
denn es ist wahrlich ein guter Hirt,
das liebe Christuskind.
Legniti Alexander, Innsbruck 26. 9. 2009
Nikolaus trifft Weihnachtsmann
Abfent, Abfent, dr Schnea kommt ra,
es isch so weiß wias allat war.
d'Baim sind kahl, dr Bach isch gfrora,
wia jeds Johr isch fria dunkl wora,
i hock ganz gmiatlich in dr Stuba
und sieg an Ma beir Diar rei luaga.
I frog mi, wer kennt des blos sei,
do macht er d'Diar auf und kommt rei.
Er isch recht groaß mit schwaza Schua,
da Bauch hebt eam a Gürtl zua,
an roata Mantel hotr ah,
mit weiße Pelzumnäher dra.
A netts runds Gsicht mit roata Backa,
an Huat mit Bomml in seim Nacka,
so siegtr aus, ah na du wart:
der hot ja oh an weißa Bart!
Dean kenn i doch hau i mir denkt
und eam und mir an Punsch eigschenkt.
Er hockt si her zu mir an Tisch
und i hau'n gfrogat, wer er isch:
Er wär vo Übersee und reich,
und it wia I vom Himmelsreich.
Er hott Ideea für sei Gschäft
und zeigt mir sei Broschüraheft.
Ganz viel gschrieba, alls auf Englisch
und bunta Bilder auf deam Wisch.
Vo lauter Leit in seinem Gwand
vo Paraguay bis Weißrussland!
"This is my company", sagt er!
"Now I want yours", a do luag her!
I hau ean packt am Kraga dra
und naus beim Loch, dean Weihnachtsma!
Max Kehrbaum, Dez.09
Liebes Christkind!
Du machst mir Sorgen,
wo bleibst du in letzter Zeit verborgen?
Ich möchte dir sagen,deshalb rufe ich an:
Ich sehe immer den Weihnachtsmann.
Nimmt deine Geschicht von vorne den Lauf?
Nimmt dich wiederum keiner auf?
Hör' mein Rufen und mein Flehen
Ich möchte dich bald wiedersehen.
In Schaufenstern, auf Märkten, in Geschäften.
Tauet Himmel den Gerechten!
Ich stehe hier und singe Lieder-
oh liebes Christkind komme wieder!
Gertrud Pucher 2003
Das Christkind haben's uns g'stuhln
Sagt's amol geht's euch a so,
Weihnachten macht mi nimmer froh,
und des net ganz ohne Grund,
s'Christkind haben's uns g'stuhln. Des wird ma z'bunt.
Überall locht dick und fett,
da Weihnachtsmann, wie so was geht?
Von den Häusern kralt er obi,
auf der Straßn gibt er oan di Hand.
im Radio singans's von eahm, dos is'a Schand.
In die Gschäfta steht er do, groß und kloan,
do frog i mi, san mir leicht Amerikaner wor'n?
Hat dos wirklich no wos mit Weihnachten z'tuan,
is net zu Weihnachten dos Christkind gebor'n?
I tua do jetzt neama mit,
i mag Engerln, Maria und Josef und s'Christkind in da Mitt'!
Und ihr könnt's es ruhig hörn,
mir kann der Weihnahctsmann g'stuhln wern.
Klug 2003
Brief an das Christkind
Christkind, ach ich bitte Dich,
nimm Dir etwas Zeit für mich,
ich hab' doch ein paar Wünsche nur,
es ist kein Rad und keine Uhr,
meine Wünsche sind bescheiden,
ich mag Dich nämlich sehr gut leiden
und weiß, daß Du allmächtig bist,
und auf uns Menschen nicht vergißt:
Bitte mach, daß auf der Welt,
Gefühle zählen, nicht nur Geld,
...daß Kinder nicht mit nackten Füßen,
die Sünden ihrer Eltern büßen,
...und Waffen in der Hölle schmorren,
...das Gute in uns neu geboren,
...daß Haß hat keine Chance auf Erden,
...aus bösen Seelen, gute werden.
...kein Kind mehr stirbt an Hungersnot,
gib ihnen doch ein Stückchen Brot,
und die, die frieren, sollst Du kleiden,
und laß die Kranken nicht mehr leiden,
mach daß die Liebe in uns allen,
findet wieder Wohlgefallen,
denn ohne Liebe, wie zur Stunde,
geht uns're schöne Welt zugrunde,
und das, woll'n wir doch beide nicht,
drum bitte, lese mein Gedicht,
das ich für Dich alleine schrieb,
Christkind, ich hab Dich wirklich lieb.
Christine Hameseder 1997
Wia i a Kind war
Wia i a Kind war, da hat's des Christkindl gebn,
heut kannst nur mehr Weihnachtsmänner sehgn,
Wia i a Kind war, hast di gfreit über an schen Baam,
heut san d'Leut am Heiligen Abend net amoi daham.
Wia i a Kind war, warn die Geschenke ganz kla,
heut tuats net amoi fürn Finger a lupenreiner Sta.
Wia i a Kind war,
samma auf d'Mariahilferstraßn Auslagn schaun gfahrn,
heutzutag kannst dir des Tramwaigeld sparn,
im Wohnzimmer tätigst gmiatlich dein Kauf,
und gibst die Bestellung übers Internet auf.
Wia i a Kind war, war halt Weihnachten no sche,
bis zu d'Knia bin i gwodn, ohne Moonboots, im Schnee,
mit d'naßn Fiaß in der Kirchn dann gsessn,
und vor lauter Zittern hab i des Vater unser vergessn.
Dann bin i z'Haus grennt und hab gwaant,
'Mama, hab i jetzt des Christkindl versaamt‚?'
und sie hat gsagt: 'naa, grad hab is in dei Zimmer fliagn gsehn.'
Wia i a Kind war, war halt Weihnachten schen !
Christine Hameseder 2000
Das Christkind
Leise fallen Flocken nieder,
Kinder singen Weihnachtslieder,
in jedem Haus riecht's nach Vanille,
und auf der Straße ist es stille.
Auf jedem Christbaum brennen Kerzen,
schneller pochen Kinderherzen,
Mütter tummeln sich beim Herd,
ein gutes Festmahl wird beschert.
Das Christkind, es ist schon ganz nah,
es kommt bestimmt wie jedes Jahr,
und immer bleibt es schön und jung,
in unserer Erinnerung.
Nie hat das Christkind graue Haare
und das nun fast 2000 Jahre.
Wir Menschen kommen und wir gehen
das Christkind jedoch bleibt bestehen!
Christine Hameseder
kuiturkaumpf
da pforra von woidschach, der mecht i sei gwen,
der hat im kaufhaus in weihnachtsmau troffa, mit schlitten und ren
heast mau, hat a g'sogt, von dia hau i schau gnua,
wos losst ma denn net unsa christkind in ruah?.
heast mau, hat a weiterg'sogt, hier baust du auf sand,
rot's schiach's hollywood-mandl aus disneyland.
da weihnachtsmau, wiara dös heat, hätt fost great.
sogt: "i hob doch a nua die kinda bescheat.
die kennen mi hoit aus füm und tevau,
und warat des christkind nur hoibat so schlau,
so tat's in die sitcoms a paar packeln verstecken,
statt nur aus der krippen die hirten zu necken."
da pforra beim zuahörn is wuan rot vua zuan,
fast hot's ausg'schaut ois sei in ihn da teifi reing'fuan.
"du kraumpata auslända, wos wüst damit sogn?"
frogt er mit stanerner stimme den weihnachtsmaun.
der bibbert und bebt, woaß ein net no aus,
und sogt bloß: "i bin' s, pforra, da nikolaus!"
doch da pforra, wia der schrecken der inquisition,
sagt: "die ausred', die foit dir z'spät ein, mein sohn!
der nikolaus, den wos wir hier alle sehr meg'n,
den hot scho seit sechsten dezember neamt g'segn!"
"hab mitleid, pforra, bitte tua mer nix au!"
wimmert und wehklagt der weihnachtsmau.
doch da pforra, der prügelt ihn durch den finsteren tann
und bind't eam zum schluß aun an taunnabam aun.
daun loßt eam da pforra in der köt'n alla steh
und geht z'ruck durch den schnee zu sein bmw.
Der nette Schluss
doch kaum woa des auto verschwunden im tann,
kündigt a goidena schlittn dös christkind an.
"nau, weihnachtsmau, du sitzt ja net schlecht in die nesseln",
sogt's christkind und löst dem mau seine fesseln.
"du host mi gaunz sche in wos einigritt'n",
sogt der weihnochtsmau und hupft aufn christkind sein schlitt'n.
dös christkind wü eam busseln und ziagt eam am boat,
"Jo du host leicht lochn, aber bei mir wors echt hoat,
A so a deppata pforrar, heast bist du zum retten.
nächsts joa gehst du in dös kaufhaus, und i in die metten."
Der böse Schluss
dort hoit er an kanister, ganz voll mit benzin,
giaßt eam über den weihnachtsmau und hoit eams feiazeig hi.
wünscht an schen gruaß nu vom christkind und zindt mitten im tann
mit dem bic-feuerzeug glatt den weihnachtsmann an.
er singt halleluja und sagt wia im tram:
"des war heia mei schönsta weihnachtsbam."
BR>
Christoph Wagner 2002
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